Das Problem
Viele Konflikte im geschäftlichen Umfeld sehen auf den ersten Blick aus, als ginge es um Zahlen, Verträge oder Strategie. Doch darunter liegen oft unsichtbare Dynamiken: nicht anerkannte Beiträge, gebrochenes Vertrauen, verschobene Loyalitäten. Diese Kräfte entziehen sich der rationalen Analyse — und doch bestimmen sie, ob eine Verhandlung gelingt oder scheitert, ob ein Vertrag hält oder zum Konfliktherd wird.
Eine Problemaufstellung macht diese verborgenen Dynamiken sichtbar. Stellvertreter werden für die beteiligten Parteien, Einflussfaktoren und systemischen Kräfte positioniert. Allein durch ihre Wahrnehmung im Raum zeigt sich, was unter der Oberfläche wirkt — und wo der Hebel für eine nachhaltige Lösung liegt.
Was sich in einer Aufstellung offenbart, lässt sich durch Verhandlung, Mediation oder juristische Argumentation allein oft nicht erreichen. Die Problemaufstellung eröffnet einen Zugang zu den emotionalen und systemischen Wurzeln eines Konflikts — und damit den Weg zur Lösung.
Bertrams Alleinstellungsmerkmal: Rechtsanwalt und Aufsteller
Als praktizierender Rechtsanwalt und systemischer Berater verbindet Bertram Böhm zwei Welten, die sich normalerweise nicht begegnen. Diese Kombination ist im deutschsprachigen Raum nahezu einzigartig — und sie macht einen entscheidenden Unterschied für Mandanten mit komplexen Konflikten.
Juristische Instrumente — Verträge, Testamente, Gesellschaftervereinbarungen — regeln die materielle Seite eines Konflikts. Sie schaffen Strukturen, Verbindlichkeit und Rechtssicherheit. Aber sie können die emotionalen Dynamiken, die darunter liegen, nicht auflösen.
Die Aufstellung macht genau diese Dynamiken sichtbar. Sie zeigt, wo unausgesprochene Kränkungen, unbewusste Loyalitäten oder übergangene Ansprüche eine sachliche Lösung blockieren. Das Ergebnis ist keine Rechtsberatung — sondern eine Ergänzung, die dafür sorgt, dass juristische Lösungen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch innerlich ankommen.
Ein Erbvertrag beendet keine Geschwisterrivalität. Ein Gesellschaftsvertrag löst keine verdeckten Loyalitätskonflikte.
Anwendungsfelder
- Gesellschafterkonflikte in Familienunternehmen — Wenn Geschäftspartner zugleich Geschwister, Cousins oder Ehepartner sind, liegt die Ursache für geschäftliche Blockaden oft im Familiensystem.
- Erbstreitigkeiten und Nachlassplanung — Hinter dem Streit um Vermögen stehen fast immer ungelöste Beziehungen, unbewusste Loyalitäten und das Gefühl, nicht gesehen worden zu sein.
- Unternehmensnachfolge mit familiärer Verflechtung — Wenn das Unternehmen in der Familie bleibt, prallen persönliche Bindungen und wirtschaftliche Interessen aufeinander. Die Aufstellung zeigt, wo die Beziehungsebene die sachliche Lösung blockiert.
- Scheidungen mit unternehmerischer Dimension — Wenn eine Trennung nicht nur die Familie, sondern auch das gemeinsame Unternehmen betrifft, reicht das Familienrecht allein nicht aus.
- Strategische Entscheidungsblockaden — Entscheidungen, die sich trotz guter Analyse nicht treffen lassen, haben oft eine verborgene systemische Ursache.
- Fusionen und Übernahmen mit verdeckten Widerständen — Wenn nach einem Zusammenschluss die Integration stockt, liegen die Ursachen häufig nicht in der Struktur, sondern in den unsichtbaren Loyalitäten der Beteiligten.
Wie eine Aufstellung wirkt — ein Muster
Ein Familienunternehmen in dritter Generation. Zwei Geschwister, ein Betrieb. Der Ältere führt, die Jüngere fühlt sich übergangen. Juristisch ist alles geregelt — Gesellschaftsvertrag, Erbvertrag, Testamentsvollstreckung. Trotzdem eskaliert der Konflikt. Gespräche drehen sich im Kreis, Anwälte werden eingeschaltet, die Fronten verhärten sich.
In der Aufstellung zeigt sich: Der verstorbene Großvater, Gründer des Unternehmens, wurde im System nie gewürdigt. Seine Leistung, sein Opfer, seine Vision — alles wurde stillschweigend übergangen. Die Geschwister tragen unbewusst seinen ungelösten Anspruch weiter. Erst als der Großvater in der Aufstellung seinen Platz bekommt, können die Geschwister ihren finden.
[Anonymisiertes Muster — konkrete Fallbeispiele folgen]
VIP-Format
Für Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Vorstände, Beiräte und Familienpatriarchen bietet Bertram Böhm ein diskretes Einzelformat an. Vollständige Anonymität, individuelle Terminvereinbarung, keine Gruppenarbeit.
Das VIP-Format eignet sich besonders für Anliegen, die höchste Vertraulichkeit erfordern — sei es aufgrund der eigenen Position, der Sensibilität des Themas oder der öffentlichen Aufmerksamkeit.
Auf Anfrage. Bitte nehmen Sie direkt Kontakt auf, um Ihre Situation vertraulich zu besprechen.
Was diese Arbeit ausdrücklich nicht ist
Gerade weil Bertram Böhm aus dem Recht kommt, ist die Abgrenzung wichtig:
- Keine Rechtsberatung. In der Aufstellung gibt es keine juristische Einschätzung Ihres Falls, keine Erfolgsaussichten, keine Vertrags- oder Gesellschaftsstrategie. Dafür ist Ihre Anwältin oder Ihr Anwalt zuständig.
- Kein Mandat. Wer zu einer Aufstellung kommt, wird dadurch nicht Bertram Böhms Mandantschaft. Aufstellungsarbeit und anwaltliche Vertretung bleiben getrennt — auch dann, wenn beides denselben Konflikt betrifft.
- Keine Prognose über den Ausgang. Eine Aufstellung sagt nicht voraus, wie ein Gesellschafter-, Nachfolge- oder Erbverfahren endet, und beeinflusst kein Gericht. Sie verändert die innere Haltung der Beteiligten — nicht die Aktenlage.
- Kein Druckmittel. Eine Aufstellung ist kein Instrument, um die Gegenseite „weichzukochen". Sie wirkt nur, wenn die Beteiligten freiwillig und offen hineingehen.
Wenn Sie mitten in einem laufenden Verfahren stehen: Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Anwalt. Eine Aufstellung ist eine Ergänzung, kein Eingriff in Ihre Prozessführung.
Das Testament wird nicht zum Friedensstifter, sondern zum Brandbeschleuniger — wenn die emotionale Dynamik im Weg steht.